Vom Teller ins Brot

Der Döner ist heute das beliebteste Fastfood Mitteleuropas und blickt er auf eine lange Geschichte zurück, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Damals kamen unabhängig voneinander zwei türkische Köche auf die Idee, Lammfleisch an einem vertikalen Spiess zu braten. Serviert wurde dieser „Ur-Döner“ mit einer Mischung aus Petersilie und Zwiebeln, auf Wunsch ergänzt mit Reis und weiteren Beilagen wie Tomaten, Gurken, Rettich und Peperoni. Der Sprung nach Europa erfolgte über Berlin-Kreuzberg in den 1970er Jahren. Mit dem ursprünglichen Tellergericht hat die deutsche Version des Döners jedoch nicht mehr viel gemein. Dem deutschen Gaumen angepasst, wird er noch heute im Fladenbrot mit Salat und Sauce angeboten. Somit wird die landläufig verbreitete Meinung, dass der Döner ein türkisches Nationalgericht sei, stark relativiert. Der Döner hat sich heute auf der ganzen Welt etabliert und sich zum Fast-Food-Produkt Nummer eins entwickelt – auch in der Schweiz. Insgesamt werden allein in Deutschland pro Tag 200-300 Tonnen Döner produziert und gegessen.